Alternativziele auf Öland

 

Schloss Borgholm

Im 12. Jahrhundert ist das Schloss Borgholm aus einem Wehrturm entstanden und im Laufe der Zeit aufgrund seiner strategischen Bedeutung in den Kriegen der Schweden gegen die Dänen ständig erweitert worden.

Nach einem Brand im 19. Jahrhundert ist das Schloss heute nur noch als Ruine vorhanden, zählt aber dennoch zu den beutendsten Sehenswürdigkeiten Schwedens. Auf verschiedenen Ebenden ist die Ruinen den Besuchern zugänglich; im Inneren erkennt man noch heute die Lage der ehemaligen Festsäle. Das mächtige Treppenhaus ist erhalten geblieben und benutzbar. In den Überresten des Schlosses befindet sich ein Museum, das die Geschichte des Gebäudes darstellt.

Der Innenhof wird gelegentlich für Konzerte, Theateraufführungen und ähnlichen Veranstaltungen genutzt; Räumlichkeiten stehen hin und wieder zu Ausstellungszwecken zur Verfügung.


Schloss Solliden

Ganz in der Nähe vom Schloss Borgholm befindet sich das von 1903 bis 1906 erbaute Schloss Solliden. In der Gegenwart dient dieses Gebäude als Sommersitz der schwedischen Köngsfamilie. Solliden wurde damals errichtet, um Königin Victoria als intimes Sommerhaus und Landvilla zu dienen.

Heute feiert Kronprinzessin Victoria traditionell ihre Geburtstage im Schloss Solliden. Das Schloss selbst selbst ist zwar nicht zu besichtigen, aber die Gartenanlage ist in den Sommermonaten geöffnet und für Besucher zugänglich.

Die eigentliche Attraktion ist der gärtnerisch attraktiv gestaltete Schlosspark. Das Eingangshaus, das aus der Erbauungszeit von Schloss Solliden stammt, beherbergt neben der Kasse und dem Souvenirshop auch regelmäßige Ausstellungen zum Schloss und seinen Bewohnern. 

 

Die Windmühlen auf Öland

Schon immer war die Landwirtschaft auf Öland ein wichtiger Erwerbszweig, insbesondere Windmühlen waren zur Verarbeitung des Getreides lange Zeit vonnöten. Auf der ganzen Insel sind darum noch viele der im 19. Jahrhundert erbauten Bockwindmühlen verteilt.

Von den einst 2.000 Bockwindmühlen sind auf Öland noch ungefähr 400 vorhanden. Einst dienten die Mühlen als eine Art Statussymbol und so kamen auf eine Mühle statistisch gesehen zwischen 10 und 20 Einwohner.

Aber auch die größte Mühle Nordeuropas befindet sich auf Öland, in Sandvik. 1856 errichtet, stand die 26 Meter hohe Holländerwindmühle einst auf dem schwedischen Festland; sie wurde dort demontiert und auf der Insel Öland wieder errichtet.

Långer Erik

An der Nordspitze Ölands steht der 32 Meter hohe Leutturm "Långe Erik". Er wurde 1845 aus Kalkstein erbaut und diente lange Zeit dazu den Schiffen die gefährlichen Felsen und Strömungen kenntlich zu machen.

1970 wurde dieser Leutturm auf unbemannten Betrieb umgestellt. Zuvor erledigte der Leuchtturmwärter seine Arbeit, der mit seiner Familie im Haus am Fuße des Lången Eriks wohnte. 1991 wurde die große charakteristische Laterne außer Betrieb genommen.


Långer Jan

Das Gegenstück vom Lången Erik befindet sich im Süden Ölands. Das genaue Baujahr ist nicht genau bekannt, es wird mit unterschiedlichen Jahren am Ende des 18. Jahrhunderts angegeben.

Mit einer Höhe von 41,6 Metern ist der Långe Jan der größte Leuchtturm Skandinaviens. Heute ist dieser Leutturm immer noch in Betrieb und wird mit einer modernen ferngesteuerten Beleuchtungsanlage betrieben. Im Sommer ist der Leuchtturm zwischen 11.00 und 16.00 Uhr, immer zur vollen Stunde, für Besucher geöffnet.

In der Nähe des Lången Jan befindet sich ein Naturschutzzentrum, ein Souvenirgeschäft und ein Restaurant.

Prähistorische Fundstätten

Runensteine, alte Gräberfelder, Grabhügel, Röser, Opferstätten und Befestigungsanlagen sind auf ganz Öland zahlreich vorhanden und Zeugnis einer früher Besiedlung.

 

Gräberfeld von Byxelkrok

150 mal 30 Meter misst das wikingerzeitliche Gräberfeld von Byxelkrok. Es liegt in den Geröllbänken oberhalb der Küstenlinie, südlich des Naturschutzgebietes "Neptuni åkrar", im Norden Ölands.

Das Gräberfeld besteht aus 32 kleinen runden Rollsteinhaufen, 9 Steinkisten, 12 Rösen, 1 Treudd, 1 Bautastein sowie den Resten der Schiffssetzung „Forgallaskeppet“. Das Steinschiff ist schwer zu erkennen. 1935 wurden acht Gräber untersucht. Darunter war ein fundreiches Frauengrab.


Gräberfeld von Folkeslunda

Das Gräberfeld liegt unmittelbar an der Ostküstenstraße der Insel. Besonders bekannt wurde das Gräberfeld durch den Wälters sten, eine ungewöhnlich große und gleichförmige Grabkugel.

Mit einem Gewicht von neun Tonnen ist die in einer Gletschermühle entstandene Kugel die größte Grabkugel Schwedens. Die Grabkugel ist von einem 40 Meter großen flachen Steinkreis umgeben.

Eine gründliche Untersuchung der Grabanlage fand zwischen 1968 und 1973 statt. Insgesamt wurden 160 Gräber untersucht, 130 davon zwischen 1969 und 1973. Im Grab unter der Grabkugel wurden die sterblichen Überreste einer Frau und eine große Anzahl von Kinderskeletten gefunden.


Gräberfelder von Strandtorp

Das Gräberfeld von Sandtorp stammt aus der Eisen- und Wikingerzeit zwischen 500 und 1050 n. Chr. und setzt sich aus 2 Feldern zusammen.

Das eine Feld ist 120 mal 40 Meter groß und besteht aus circa 50 Gräbern, die meist als Steinkreise zwischen 2,5 und 15 Meter Durchmesser angelegt sind. Das andere Feld ist 135 mal 35 Meter groß, in dem sich 8 Steinkreise, mit einem Durchmesser von 4 und 12 Metern befinden und 4 Teuddar..

 

Gräberfeld von Ramsättra

Das Gräberfeld umfasst eine rechteckige und 34 runde Steinsetzungen. 


Grabhügel von Grankullaviken

Im Norden Ölands befindet sich das Dorf Grankullavik, nach dem die lagunenartige Bucht benannt ist.

Im Gebiet um die Bucht befinden sich mehrere prähistorische Fundstätten. Auf der Nordost-Spitze befinden sich mehrere vermutlich aus der Bronzezeit stammende Grabhügel. Am Westufer wurde auf einer Landspitze ein aus dem achten Jahrhundert stammendes Schiffgrab gefunden.

 

Grabhügel von Mysinge

Im Gränerfeld von Mysinge befinden sich mit den Dolmen von Resmo die östlichsten Ganggräber Europas. Das Alter der vier Grabkammern wird auf etwa 5000 Jahre geschätzt. Neben diesensteinzeitlichen Gräbern befinden sich auf dem Gräberfeld viele Grabanlagen aus der Bronzezeit. Besonders markant sind dabei die großen Grabhügel Mysinge hög und Gynge hög. 

 

Röse bei Ramsättra

Die aus Steinen gebildete Röse südlich von Ramsättra ist eine der größten auf Öland und hat einen Durchmesser von 30 Meter. Mehr als 100 Röser gibt es noch auf der Insel, die in der Bronzezeit, zwischen 1800 und 1000 vor unserer Zeitrechnung, entstanden sind.

Üblicherweise wurden den Verstorbenen wertvolle Dinge beigelegt und so waren Röser häufig das Ziel von Grabräubern. in 2 Rösern nahe von Köpingsvik konnten noch kunstvoll gefertigte Waffen aus Bronze, wie Äxte, Dolche, Speerspitzen und Schwerter geborgen werden.

 

Röse Blå Rör

Blå Rör ist eine große Röse am östlichen Stadtrand von Borgholm und ist mit einem Durchmesser von 40 Metern sowie einer Höhe von 3 Metern die größte und bekannteste Röse auf der Insel Öland.

In der Nähe der Röse befinden sich mehrere Schalensteine – Felsblöcke, in die von Menschenhand schalenförmige Vertiefungen eingebracht wurden. Diese, in Schweden Skålgropsblock genannten Schalensteine, befinden sich sehr häufig im Zusammenhang mit bronzezeitlichen Altertümern. Die im Volksmund Elfenmühle, Opferstein oder Blutstein genannten Felsen dienten höchstwahrscheinlich religiösen oder rituellen Zwecken.

 

Runenstein von Karlevi

Der Runenstein von Karlevi ist ein Runenstein am Runsbäcksvägen in Färjestaden; er wurde ca. 1000 n. Chr. vermutlich für einen dänischen Krieger errichtet und ist Teil einer zwei Grabhügeln umfassenden Grabanlage.

 

Runenstein von Bjärby

Der Runenstein von Bjärby stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Einst lag der Stein nach den Notizen von Johannes Haquini Rhezelius als Brücke über einem Bach und wurde im Jahre 1634 wieder aufgerichtet.

Der Text auf dem Bjärbystein lautet: „Härfrid und Vidbjörn haben diesen Stein für ihren Vater Fastulf errichten lassen. Siglaug ließ ihn errichten für ihren Mann. Er wurde in der Kirche begraben.“ Die Inschrift steht auch in einem nur teilweise umlaufenden doppelten Schriftband.

 

Runenstein von Linbasta

Gleich südlich der Linbasta steht ein Runenstein, zum Gedenken an den wohlhabenden Bauern mit Namen Rike Unn.

Gräberfeld von Gettlinge

Das Gräberfeld Gettlinge ist mit einer Länge von fast zwei Kilometern eines der größten Gräberfelder auf Öland.

Auf dem Grabfeld gab es etwa 250 Gräber. Heute sind noch mehr als 200 erhalten. Die meisten sind typische Hügel der jüngeren Bronze- und Eisenzeit. In ihnen fand man Steinsärge und Körperbestattungen innerhalb quadratischer und runder Steinsetzungen. Die großen Kalksteinplatten im nördlichen Teil des Feldes hat man wahrscheinlich errichtet, um die Bedeutung des Platzes herauszustellen. Auf einer imponierenden, 30 Meter langen Schiffsetzung, die aus 23 dicht stehenden Granitsteinen besteht, befinden sich etwa 20 schalenförmige Vertiefungen.

Um das Jahr 1900 wurden in Gettlinge 15 Gräber untersucht. Bei ihnen handelte es sich zumeist um Männergräber in Steinhügeln. Einige enthielten Waffen. Das am besten bewahrte Grab war aus zehn Schichten Kalkstein und einer doppelten Lage Decksteinen erbaut. Der Tote wurde mit seinem Hund, 2 Speeren, einem Schild und Sporen ins Grab gelegt. Diese Art von Gräbern stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Das Grabfeld war von 1000 v. Chr. bis 1050 n. Chr., also über 2000 Jahre lang im Gebrauch.

Schiffsetzung auf Karums alvar

Die etwa 26,0 m lange Schiffssetzung auf Karums alvar heißt im Volksmund Noahs Arche. Das, mit flachen Steinen ausgelegte Schiff markiert die Lage von historischen Brand- oder Urnengräbern. 

Das älteste Monument auf diesem Gräberfeld wird in die jüngere Bronzezeit zwischen 1000 und 500 v. Chr. datiert. Das nur in flachen Umrisslinien angedeutete Schiff weist Besonderheiten auf, die andere schwedische Schiffssetzungen nicht besitzen, findet aber Entsprechungen auf Bornholm. Die bei Ausgrabungen gefundenen Totenbeigaben, darunter unter anderem Wetzsteine, Kämme und Ringe aus Bronze werden in Stockholm ausgestellt.

 

Öland-Museum Himmelsberga für Kunst und Kulturgeschichte

Das Freilichtmuseum Himmelsberga für Kunst und Kulturgeschichte ist von Mitte Mai bis Ende August geöffnet. Es ist das am besten erhaltene zweizeilige Straßendorf Ölands.

Das Museum umfasst mehrere am originalen Standort befindlicheVierseitenhöfe, die im 18. oder 19. Jahrhundert gebaut worden. In den Gebäuden wird die typische Ausstattung der Häuser aus dieser Zeit gezeigt. Es finden sich sowohl eingerichtete Wohnhäuser, eine Windmühle als auch landwirtschaftliche Gebäude und Gerätschaften. Einige Tiere werden gehalten.

In einer zum Museum gehörenden Kunsthalle werden aktuelle Werke öländischer Künstler ausgestellt.

 

Burg Eketorp

Die erste Burganlage in der unwirtlichen Gegend im Süden Ölands wurde am Ende der römischen Eisenzeit (etwa 300 n. Chr.) errichtet, bis ins 13. Jahrhundert in drei Phasen um- und ausgebaut und zur Zeit der Christianisierung aufgegeben.

Es gibt 15, vermutlich sogar weitere 18 solche Anlagen auf Öland.

Die Ringmauer und die mit Zinnen versehene Brustwehr wurden nach der Art der zweiten Siedlung wiederaufgebaut. Die Innenbebauung besteht aus Steinhäusern der zweiten und Holzhäusern der dritten Nutzungsphase. Im Museum innerhalb der rekonstruierten Häuser der Anlage wird eine Auswahl der 26.000 bei den Ausgrabungen gemachten Funde gezeigt.

Gråborg

Die Gråborg war eine Burg auf Öland, die heute nur noch als Ruine der größten geschlossenen vorgeschichtlichen Befestigung existiert.

Die unrunde Burg wurde in Etappen ausgebaut und erhielt ihre größte Ausdehnung im 12. Jahrhundert. Sie hatte eine annähernd elliptische Form mit 210 Meter Länge und 160 Meter Breite und war einst von einer vier Meter hohen Schutzmauer umgeben. Die Burg hatte drei Eingänge, von denen einer mit einem Turm versehen war, der im Mittelalter entstand.

Aufgrund der Größe der Anlage wird vermutet, dass es sich um einen früheren Handelsplatz handelte.

 

Burg Ismantorp

Über die Funktion der Burganlage Ismantorp, von der nur der äußere Steinwall mit 125 m Durchmesser und die Fundamentumrisse der einst 88 Häuser, großenteils im Inneren der Mauer, erhalten blieben, gibt es mehrere Theorien.

Archäologische Funde aus dem Jahr 2000 lassen auf eine Nutzung zwischen 300 und 500 n. Chr. schließen.

 

Neptuni åkrar

Die Strandwälle bei Neptuni åkrar wurden einmal vom Inlandseis hinterlassen. Die Wellen der Ostsee haben das Material zu glatten Steinen geschliffen und bearbeitet, sowie Steine an Land gespült. Der Prozess hat während tausender von Jahren stattgefunden, während sich gleichzeitig Land aus dem Meer erhoben hat.

In dem Gebiet wurden Fossilien, insbesondere von Trilobiten und Brachiopoden gefunden.


Skedemossemuseum

Im Skedemossemuseum kann man die spannende Geschichte der Opfermoore erleben und wie das Leben in der Eisenzeit auf Öland ausgesehen haben könnte.

Um Christi Geburt war Skedemosse einer der wichtigsten Opferplätze Schwedens. Hier wurden große Mengen an Tieren, Waffen, Gold und auch Menschen geopfert – alles, um die Götter zu besänftigen und ihnen zu danken. Der hochklassigste Fund und gleichzeitig der berühmteste sind die Goldringe. Das sogenannte Skedemossegold besteht aus sieben Halsringen aus Gold.

Das Skedemossemuseum ist von Mai bis September täglich von 11-17 geöffnet.

 

Byrums raukar

Bei den Byrums rauka handelt es sich um Kalksteinsäulen, welche durch die Erosion an der Küste Ölands entstanden sind.

Scheuermühle von Jordhamn

Die als Windmühle errichtete Scheuermühle wurde 1905 gebaut. Sie diente dazu, den in der Nähe gewonnenen Kalkstein plan zu schleifen. Die so gewonnenen glatten Kalksteinplatten dienten zum Beispiel als Steine zum Bau von Fußböden.

Der Bau von windgetriebenen Scheuermühlen hatte auf Öland seit etwa 1850 eingesetzt und ersetzte die zuvor betriebenen Scheuerwanderungen, bei den mit Hilfe der Kraft von Ochsen oder Pferden an einem Göpel die kreisförmig ausgelegten Kalksteinplatten bearbeitet wurden.

Die Mühle war noch bis 1938 in Betrieb. Von 30 Scheuermühlen auf Öland blieb allein die Scheuermühle Jordhamn erhalten und jedes Jahr im Sommer wird die restaurierte Mühle zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen.

 

Störlinge Lantbruks und Motormuseum

In der 1200 m² großen Halle werden, außer einer großen Anzahl an Traktoren aus den 30ger Jahren und später, auch alte landwirtschaftliche Geräte gezeigt. Außerdem Motoren, Motorräder, Moped und andere Gebrauchsgegenstände des Haushaltes.

Einige Gegenstände sind renoviert, andere in Gebrauchszustand.

 

VIDA Museum und Kunsthalle

Das heute 2000 m² große Gebäude in Halltorp reicht über den Hang zum Kalmarsund hin hinaus, stehend auf seinen Pfeilern mit der mächtigen Glasfassade und dem großen Holzdeck zum Sund hin. Auf dem 10.000 m² großen Grundstück mit einer Fallhöhe von 10 Metern erhebt sich das VIDA Museum in Beton, Glas, Eisen und Holz. 

Über die permanenten Salons hinaus werden ständig neue Künstler in den Ausstellungshallen gezeigt.